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Ergebnisse vom Marathonlauf und Laufsport US-Marathon Olympia-Trials - fette Börsen für Keflezighi und Flanagan (14.1.2012)
Bei den US-amerikanischen Olympia-Auscheidungen in Houston gewannen bei den Herren Meb Keflezighi und bei den Damen Shalane Flanagan in ansprechenden Zeiten. Die drei besten bei den Männern und Frauen werden in den USA traditionell für die Olympischen Spielein einem "Stechen" ermittelt, das obendrein mit sehr hohen Preisgeldern versüßt wird. Das bietet den US-Amerikanern befreit von der afrikanischen und internationalen Konkurrenz die Möglichkeit sich ein ordentliches Zubrot zu verdienen. Das führt logischerweise dazu, dass man den Saisonhöhepunkt auf diese "trials" verlegt. Bei uns gibt es solch einen Anreiz und vergleichbare Förderung nicht. Kein Wunder, dass das amerikanische Leistungsniveau nach einer Stagnationsphase nun wieder auf dem hohen Niveau der 80er Jahre angekommen ist. Um mitzulaufen, müssen Männer 2:25 Stunden und Frauen 2:45 Stunden als Vorleistung erbracht haben. Meb Keflizighi gewann die US-Olympiatrials
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)
In persönlicher Bestzeit von 2:09:08 Stunden siegte der 2009 New York Marathon Sieger und 2004 Olympia-Zweite Meb Keflezighi vor dem eigentlichen Favoriten Ryan Hall (2:09:30 Stunden), der lange das Tempo bestimmt hatte. Lohn der Mühe waren dann satte 74.000 Dollar! Die Halbmarathon Marke durchlief er in 63:25 Minuten. Dritter Glücklicher im Bunde war nach langer Verletzungspause der 2:08 Läufer Abdi Abdirahman, der in 2:09:47 Stunden ebenso noch die 2:10 Stundengrenze unterbot, wie der zum Schluss noch stark aufkommende Dathan Ritzenheim als Vierter in 2:09:55 Stunden. Das Niveau der Veranstaltung war hoch: 21 Läufer blieben insgesamt unter 2:15 Stunden! Bei den Damen setzte sich in ihrem zweiten Marathon Shalane Flanagan in 2:25:38 Stunden durch. Die 10.000 Meter Olympia-Dritte von 2008 zeigte sich erst in der zweiten Hälfte an der Spitze und verbesserte Ihren Hausrekord um über zwei Minuten. Beide Siegerzeiten waren Trial-Rekord. Shalane Flanagan siegte bei den Damen
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Ergebnisse:
Männer: 1. Meb Keflezighi 2:09:08
2. Ryan Hall 2:09:30
3. Abdi Abdirahman 2:09:47
4. Dathan Ritzenhein 2:09:55
5. Brett Gotcher 2:11:06
6. Andrew Carlson 2:11:24
7. Fernando Cabada 2:11:53
8. Nick Arciniaga 2:11:56
9. James Carney 2:12:23
10. Jimmy Grabow 2:12:29Frauen: 1. Shalane Flanagan 2:25:38
2. Desiree Davila 2:25:55
3. Kara Goucher 2:26:06
4. Amy Hastings 2:27:17
5. Janet Cherobon-Bawcom 2:29:45
6. Deena Kastor 2:30:40
7. Clara Grandt 2:30:46
8. Alissa McKaig 2:31:56
9. Dot McMahan 2:32:16
10. Magdalena Lewy Boulet 2:33:42
New York Marathon - Geoffrey Mutai sprengt Streckenrekord (6.11.2011)
Geoffrey Mutai war wie in Boston der Überflieger in New York. Er setzte mit dem Streckenrekord neue Maßstäbe in Big Apple.
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Schwer aber unzweideutig: Die NYC Marathon Medaille von 2011.
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Das Männerrennen - die Streckenrekordhatz Bei idealen Bedingungen, sonnig, fast windstill und 6 bis 10 Grad Celsius geriet die 42. Auflage des New York City Marathons, bei dem die Rekordzahl 46.873 Läufern das Rennen beendeten, zu einem Festival von schnellen Zeiten. Bei den Männern waren bis zur langen Gerade auf der First Avenue noch rund acht Läufer zusammen. Darunter die kenianischen Sieger von London Emmanuel Mutai und der nicht verwandte Boston Sieger Geoffrey Mutai. Das illustre Feld rundeten der zweifache Marathonweltmeister Jaouad Gharib aus Marokko und die beiden Äthiopier, der Olympiadritte 2008 Tsegaye Kebede und der Vorjahressieger Gebre Gebremariam ab. Weniger Chancen konnte man den anderen mitlaufenden Topläufern einräumen: der Sieger von 2009 Meb Keflezighi (USA) und der Debütant Mathew Kisorio aus Kenia, mit 58:46 Minuten in diesem Jahr einer der schnellsten Halbmarathonläufer aller Zeiten. Halbmarathon passierte die Spitze, die in New York übrigens ohne Tempomacher auskommt, in 1:03:17 Stunden. Nur für einen sollte die zweite Hälfte noch schneller werden.
Geoffrey Mutai zertrümmert den Streckenrekord
Nach 32 Kilometern konnte sich für mich erwartungsgemäß erneut der Mann mit dem stärksten Finale Geoffrey Mutai vor dem Vorjahreszeiten Emmanuel Mutai durchsetzen. Doch nicht nur seinen exzellenten Fähigkeiten hinten zuzulegen, sondern auch sein bergiges Trainingsterrain bei Iten im Hochland von Kenia kamen dem kenianischen Crossmeister entgegen....
Männer
1. Geoffrey Mutai 02:05:06 KEN 2. Emmanuel Mutai 02:06:28 KEN 3. Tsegaye Kebede 02:07:14 ETH 4. Gebre Gebremariam 02:08:00 ETH 5. Jaouad Gharib 02:08:27 MAR 6. Meb Keflezighi 02:09:13 USA 7. Abdellah Falil 02:10:35 MAR 8. Mathew Kisorio 02:10:58 KEN 9. Ezkyas Sisay 02:11:04 ETH 10. Ed Moran 02:11:46 USA
Frauen
1. Firehiwot Dado 02:23:15 ETH 2. Bizunesh Deba 02:23:19 ETH 3. Mary Keitany 02:23:38 KEN 4. Ana Dulce Felix 02:25:40 POR 5. Kim Smith 02:25:46 NZL 6. Caroline Cheptonui Kilel 02:25:57 KEN 7. Caroline Rotich 02:27:06 KEN 8. Isabellah Andersson 02:28:29 SWE 9. Jo Pavey 02:28:42 GBR 10. Galina Bogomolova 02:29:03 RUS
Toronto Marathon - 100-jähriger Fauja Singh beendet Rennen (16.10.2011)
Fauja Singh, der erste 100-Jährige, der einen Marathon beendete
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)
Beim Toronto Waterfront Marathon schaffte es der auch bei uns durch Teilnahmen beim Frankfurt oder Luxemburg Marathon bekannte "Lauf-Methusalem" Fauja Singh die komplette Marathonstrecke in 8:11:05 Stunden (netto) zu beenden. Damit erreichte der in London wohnende und am 11.4.2011 einhundert Jahre alt gewordene Brite einen Eintrag ins Guiness World Book of Records. Er ist damit der erste, der das in diesem Alter überhaupt geschafft hat. Kurz zuvor stellte er auch Weltrekorde über 100 Meter bis 5 Kilometer (35:18 Minuten, netto) in Toronto auf. Singh ist auch der Marathon-Weltrekordinhaber für über 90-Jährige (5:40:01 Stunden, ebenfalls in Toronto 2003). "Er war begeistert schneller im Ziel gewesen zu sein als die ursprünglich geplanten neun Stunden," so Harmander Singh, sein Betreuer, Begleitläufer und Übersetzer, denn Fauja Singh, der indischer Abstammung ist, spricht nur Punjabi. Bei Halbmarathon lag er sogar auf Kurs für deutlich unter 8:00 Stunden. "Es sei sein Lebenswunsch gewesen, das noch zu schaffen. Gott hätte ihm geholfen." Es war sein achter Marathon, den ersten lief er 1989. Der Vegetarier war danach noch fit genug eine Pressekonferenz abzuhalten. Dort verkündete der fitte Greis, das er hofft 2012 fit genug zu sein, um am Fackellauf für die Olympischen Sommerspiele in London teilzunehmen, was er schon 2004 für Athen getan habe. Gleichzeitig erschien seine Biografie: "The Turbaned Tornado". Fauja Singh, der heimliche Star der Veranstaltung, kam als Letzter des Rennens über die Ziellinie.
Schnelle Kanadier - Äthiopierin siegt in Topzeit - Weltrekord für 80-JährigeÜber sechs Stunden früher siegte der Kenianer Kenneth Mungara in 2:09:51 Stunden zum vierten Mal in Folge hauchdünn im Spurt vor dem Äthiopier Shami Abdulahi Dawit, der ebenfalls 2:09:51 Stunden benötigte. Dahinter überzeugte als Dritter der Kanadier Reid Coolsaet mit 2:10:55 Stunden, womit er den 36 Jahre alten Rekord von Jerome Drayton (2:10:09, Fukuoka 1975) ankratzte. Der 32-Jährige entschloss sich wegen des kalten Windes in der Führungsgruppe mitzulaufen, sonst hätte er im Niemandsland dahinter gehangen. Nach einem Toilettenstopp bei 25 Kilometern führte ihn ein Hase wieder in die Spitzengruppe zurück. Sein Mut wurde belohnt, unterbot er doch die kanadische Qualifikationsnorm von 2:11:29 Stunden deutlich. Seine Bestzeit stand zuvor bei 2:11:22 Stunden. Knapper schaftte die Olympiateilnahme als Vierter auch sein Landsmann Eric Gillis mit 2:11:28 Stunden. Bei den Frauen gewann Äthiopierin Koren Yal in ausgezeichneten 2:22:43 Stunden vor Landsfrau Mare Dibaba in 2:23.25 Stunden. Die Vorjahresvierte egalisierte damit den Streckenrekord von Vorjahressiegerin Sharon Jemutai Cherop. Dritte wurde die Russin Silviya Skvortsova in 2:27:51 Stunden. Nicht sehr viel weiter dahinter verbesserte der Kanadier Ed Whitlock seinen eigenen Altersklassenweltrekord der M80. Der 80-Jährige benötigte für die 42,195 Kilometer sensationelle 3:15:54 Stunden (brutto). Erst im April hatte der Senior des Jahrgangs 1931 in Rotterdam den Weltrekord für diese Altersklasse auf 3:25:43 Stunden hochgeschraubt. Leider gab es auch einen Toten zu beklagen, ein 27-Jähriger kollabierte während des Laufes.
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